mit dem Kajak an der Nord-West Küste Grönlands
Kurzvortrag von Udo Bramsemann
14.11.2010
Studio 1.Obergeschoss 10:15, 13:45 und 16:45 Uhr
Dauer des Vortrages: 30 Minuten
Grönland! Kann man da paddeln? Ist da nicht alles mit Eis bedeckt? Das waren die häufigsten Fragen, die der Autor Udo Bramsemann gestellt bekam, wenn er von seinem Plan erzählte an der Westküste Grönlands eine Kajaktour zu machen.
Mit Grönland verbinden Viele Eis und Schnee. Bizarr geformte Eisberge, karge felsige Fjorde. Kleine Dörfer mit bunten Häusern, vor denen Schlittenhunde heulen. Aber vor allem Kälte. Denn diese Frage schloß sich meist sofort an. Wie kalt ist es denn da?
2 Grad gen Nord
So nannte Udo Bramsemann seine Tour / Expedition.
Zwei Breitengrade wollte er an der Nord West Küste Grönlands Richtung Norden reisen. Was sich erst einmal nach keiner großen Distanz anhört. 222 km sind es, wenn man wie der Rabe fliegt. Und das ist in unserer motorisierten Welt keine Entfernung.
Bewegt man sich aber mit einem Kajak in den eisigen Gewässern Grönlands, sieht man jede Breitenminute dieser Zwei Grad mit anderen Augen.
Der Startpunkt, war der kleine Ort Ummanaq, auf 70°40´Nord, 500 km oberhalb des Polarkreises. Hier ist man weit entfernt von der Hektik unseres Alltages, aber die Komfortzone ist genauso weit entfernt. Eine touristische Infrastruktur ist nur in den großen Orten zu finden. Verläßt man diese, ist man auf das angewiesen was man mit sich führt.
Und so hat Udo Bramsemann ganz bewußt das Kajak als Fortbewegungsmittel gewählt.
Die Wurzeln des Kajaks liegen in Grönland, auch wenn sich ein modernes Kajak deutlich von den Jagdkajaks der Inuit unterscheidet. Kaum ein anderes Boot vermittelt einen so direkten Kontakt zur Natur wie das Kajak. Für Reisen in die menschenleeren, entlegenen Fjorde des hohen Nordens, bietet es eine unvergleichliche Reichweite, bei minimalem materiellem Aufwand.
Im Anschluss seines Vortrages steht der Referent Udo Bramsemann den Zuschauer für Fragen zu seinen Reisen nach Grönland zur Verfügung.