Fotoausstellung des Fotoforums - OWL
-Ostwestfalen-Lippe -13.11.2011 Ganztägig
Seminarraum 1.Obergeschoss Eintritt frei
Zwischen den Ortsteilen von Bad Sassendorf Ostinghausen und Bettinghausen liegt das 'Woester Niedermoor.
Das Gelände wurde ursprünglich als Weideland genutzt.
Doch 1969 änderte sich das Bild gravierend. Mit der Entdeckung des schwarzen Torfs im „Woester Niedermoor“ und der nachgewiesenen medizinischen Wirksamkeit kam den Wiesenflächen eine neue Bedeutung zu. Seitdem werden jährlich etwa 3.000 Kubikmeter Torf abgebaut, die u. a. im Diagnose- und Therapiezentrum/Kurmittelhaus zu Moorpackungen und –Bädern weiterverarbeitet werden.
Die Woeste ist ein Niedermoor. Zu diesen sehr nährstoffreichen Standorten, auch Reichmoore genannt, zählen die meisten der heute noch wachsenden Moore in Mitteleuropa.
Die Vegetation in Niedermooren besteht aus meistens dichten und hochwüchsigen Vegetationsbeständen, die lichtliebende Moose weitgehend verdrängen. Die wichtigsten Vegetationseinheiten sind Erlenbruchwälder, Röhrichte und Großseggenriede.
Die Geologen schätzen das Alter des Woester Niedermoors auf etwa 10.000 Jahre. Die Torfschicht dort beträgt zwischen 50 cm bis 3 m. Das Landschaftsbild der Woeste zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus. Offene Wasserflächen, naturnahe Bachbereiche, Torfstiche, Großseggenriede, große Rohrichtbestände, Nass- und Feuchtwiesen, Fettweiden, Ackerflächen und Feldgehölze wechseln sich dort ab.
1971 entstanden erste offene Wasserflächen. Durch die Bildung von Röhrichten war eine landwirtschaftliche Nutzung der Flächen nicht mehr möglich. Dafür entwickelte sich im Laufe der Jahre ein bedeutender Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzen- und Tierarten, u. a. für eine der größten Laubfroschpopulationen einer geschützten Art in Nordrhein-Westfalen sowie für geschützte Vogelarten wie Knäk- und Löffelenten oder Rohrweihen.
Mit der Ausweisung der Woeste als Naturschutzgebiet am 18. Oktober 1999 durch die Bezirksregierung Arnsberg und ihrer Anerkennung als Bestandteil des EU-Gebietsnetzes NATURA 2000 wurde der wachsenden Naturschutz fachlichen Bedeutung des Woester Niedermoors Rechnung getragen.
Da das Moor Woeste nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden kann, wurden dort Wasserbüffel angesiedelt. Diese sind robust,genügsam und können dort ohne Zufütterung ganzjährig gehalten werden.
Die Wasserbüffel halten die Flächen vor der unerwünschten Verbuschung frei.
In den letzten Jahren hat sich das Naturschutzgebiet Woeste zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt. 80 Vogelarten konnten bislang nachgewiesen werden, darunter 28 Arten, die in den Roten Listen Deutschlands bzw. Nordrhein-Westfalens verzeichnet sind. Jährlich kommen neue Entdeckungen hinzu. So bevölkern u. a. Rohr-, Wiesen- oder Kornweihen, Baumfalken, Sperber, Bekassinen, Neuntöter, Grauammern, Saatkrähen, Schafstelzen, Kiebitze, Kraniche, Brachvögel, Löffel- und Gründelenten das Gebiet – als Brutvögel, Nahrungsgäste oder Durchzügler. Neben den Graugänsen Kanadagänsen und Nielgänse sind Bisamratten mit jährlich wechselnden Populationsstärken ebenfalls vertreten.
Als Gäste sind dort Grau und Silberreiher sowie Kormorane vertreten welche hier auf Futtersuche gehen. Zeitweise auch Störche und vereinzelt Kraniche.
Das Fotoforum-OWL hat sich in Zusammenarbeit mit der Saline Bad Sassendorf
zur Aufgabe gestellt, die dort lebenden Tiere und Pflanzen über die Vier Jahreszeiten zu beobachten und Fotografisch zu dokumentieren.
Selbstverständlich werden von den Fotografinnen und Fotografen die Bedingungen des Naturschutzes beachtet. Lebensräume seltener Pflanzen und Brutgebiete der Vögel werde nicht betreten. „Sehen ohne gesehen werden“ ist unser Motto.
Das Ergebnis der Fotogruppe Woestemoor wird der Öffentlichkeit in diversen Ausstellungen gezeigt werden.
Autor: Reinhold Berenskötter
Quelle der hier verwendeten Daten und Fakten:
Saline Bad Sassendorf
Gäste-Information & Marketing Bad Sassendorf
www.fotoforum-owl.de